Millions Of Lights

Des Bijoux Objet d’Art Le Collage


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Art Exhibition “Auf Zuruf Japan”2018

 

My artwork is exhibited until Februar 19th at Parkkultur Düsseldorf, Ostraße 118, 40210

I will be glad if you can visit me, Our opening hours are Tuesday to Saturday 11.00am– 18.00pm.

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Freitag, 2.Februar 18h in P-Kultur, Oststraße 118

Elf japanische Künstler/innen aus dem Viertel und der engen Nachbarschaft präsentieren ihre Exponate. Diese Ausstellung konnte nur kurzfristig realisiert werden, da der mögliche Zeitplan für Aktivitäten in P-Kultur erst Mitte Januar feststand. Denn bis Ende letzten Jahres war überhaupt nicht klar, wann wir die Räumlichkeiten für unsere Zwecke hergerichtet haben würden. Die Renovierungsarbeiten konnten erst ab dem 1. Januar beginnen. Erst seit dem 15. Januar wurde der Termin 2. Februar als Ausstellungsbeginn festgesetzt. Innerhalb von zehn Tagen wurde die Ausstellung zusammengestellt. Unsere japanischen Künstler aus dem Viertel und der Nachbarschaft sind Akteure unterschiedlicher Genres – Maler, Fotografen, Filmemacher. Die Kommunikation geschah unter den Akteuren und funktionierte, sehr ungewöhnlich, „auf Zuruf“. Und so heißt denn auch die Ausstellung: „Auf Zuruf: Japan“. Diese Spontanität soll auch Bestandteil unserer Aktivitäten sein. So werden die künstlerischen Akteure im Viertel motiviert, sich aktiv zu beteiligen.

Zur Ausstellung werden gezielt die Anwohner, Geschäftsleute und Beschäftigte des Viertels, aber auch alle interessierten Düsseldorfer/innen eingeladen. Die Akteure werden während des Ausstellungszeitraumes zusätzlich eigene Events veranstalten, zu denen über die sozialen Medien und durch Außenwerbung in P-Kultur eingeladen wird. Es soll eine Interaktion entstehen, so dass auch noch während des Ausstellungszeitraumes weitere japanische Akteure kurzfristig ihre Events einbringen können.

http://dmitte.de/

 

 


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Japanese Patisserie in Tokyo District

Japanische Patisserie

Das Ehepaar Noriko und Tomoyo Sato ist Untermieter des französischen Lifestyle-Friseurs Mod‘s Hair in der Immermannstraße 51. Diese Kooperation zwischen Friseur und Konditor ist ungewöhnlich. So gaben sie ihrer japanischen Konditorei den französischen Namen »Café Cerisier«. Auch eine Vielzahl ihrer Kreationen sind halb französisch und halb deutsch benannt. Hinter der »Creme bavaroise mit Matcha und Frischkäse« zum Beispiel steckt eine japanische Version der Bayerischen Creme mit Matcha (grüner Tee-Puder). Überhaupt verarbeitet Tomoya Sato oft – wie bei japanischen Konditoren üblich – Matcha.

Noriko Sato stammt aus Sapporo, dem Austragungsort der Olympischen Winterspiele von 1972. Dort studierte sie Sport. Während ihrer Studienzeit besuchte sie mehrmals Deutschland – und natürlich auch Düsseldorf. Nach diesen Aufenthalten stand für sie fest, dass sie nach dem Studium nach Düsseldorf ziehen würde. Doch zunächst musste sie noch ein Jahr lang als Assistentin an einer japanischen Schule in Reutlingen arbeiten, bevor sie 2007 ihre Traumstadt erreichte. Hier arbeitete sie in der Ramen Bar Takumi und im Café Relax auf der Immermannstraße – und das hatte Folgen. Denn in Düsseldorf lernte sie ihren Ehemann Tomoya kennen.

Auch er stammt aus Sapporo, wo er eine Patisserie-Ausbildung machte. 2008 kam Tomoya nach Düsseldorf und arbeitete als einziger professioneller Patissier im japanischen Café Relax. Er kreiert Torten, bei denen man den natürlichen Geschmack der japanischen Zutaten schmecken kann. Die Kunden mögen diese außergewöhnliche Kreation. 2014 war Tomoya für ein halbes Jahr im »Hotel Hafen Hamburg«, einem 4-Sterne-Hotel, tätig.

Im August 2015 eröffneten die Satos ihr Café Cerisier. Ihre Konditorei wurde dank Mundpropaganda und sozialer Netzwerke schnell bekannt. Neben dem normalen Tagesgeschäft hat sich eine weitere Kundengruppe gebildet: Immer mehr Bestellungen gehen an Firmen, Vereine und Familien nach Hause. Zur Zeit stehen über 40 verschiedene Produkte auf ihrer Produktpalette. Die Spitzenreiter sind:

Sesam-und Matcha-Mousse
 Créme Bavaroise mit Erdbeeren und weißer Schokolade
 Weiße Schokolade mit Matcha-Kuchen
 Classic Schokolade
 Guanaja Schokomasse

Weil das Café keine Backeinrichtung erlaubt, wird in einer angemieteten Backstube auf der Friedrich-Ebert-Straße produziert. Und gleich nebenan, in der Immermannstraße, haben die Satos ihre Wohnung. Von dort ist es auch nicht weit zu ihren Lieblingslokalen, dem japanischen Nagomi in der Bismarckstraße und dem chinesischen Tsun-Gai in der Bahnstraße.

Cafe Cerisier
Immermannstraße 51
Telefon 0211 87937311
http://www.cafe-cerisier.com

Japanische Patisserie

07.07.07 oder Japanische Hausmannskost


Als Tashinari Kaga aus seiner Heimatstadt Sapporo in Japan kurz vor der Jahrtausendwende nach Düsseldorf kam dachte er nicht im Traum daran, einmal der Inhaber eines Restaurant s zu sein. Geplant war, wie bei den Japanern in Düsseldorf üblich, ein Arbeitsaufenthalt für drei, maximal vier Jahre in einer japanischen Firma. Für Herrn Kaga war dies ein Unternehmen in der Lebensmittelbranche.

Sein Deutschland-Aufenthalt wäre fast abrupt geendet, sein japanischer Arbeitgeber ging insolvent. Im Gegensatz zu seinen Arbeitskollegen blieb Herr Kaga in Düsseldorf. Der Grund war der Traum seiner Frau: ein Restaurant für Japaner zu eröffnen. Und dafür – so meinten die Kagas – sei Düsseldorf prädestiniert. In Japan sei die Konkurrenz zu groß und in Düsseldorf gäbe es eine Marktlücke zu besetzen: ein Restaurant mit einfacher Hausmannskost, eine Landküche. Denn Sushi, Ramen, Sashimi und weitere Restaurants üblichen oder gehobenen Stils gab es bereits genug in Düsseldorf. »Wollen Sie jeden Tag im Victorian speisen, oder jeden Tag das gleiche essen?« fragt Herr Kaga. Eine Landküche bietet dagegen nicht nur Abwechslung, sondern weckt auch Erinnerungen an die Heimat, an Mutters Küche.

So wurde der 07.07.07 der entscheidende Tag für die Kagas. Sie eröffneten ihr Restaurant Kagaya. Hausmannskost für Japaner, Ecke Bismarckstraße/Charlottenstraße. Und das war nicht einfach. Tashinari Kaga hatte nur eine Idee. Er war weder Koch, noch hatte er Kenntnisse in der Gastronomie, noch kannte er die deutschen Gesetze, insbesondere deren Anwender im Düsseldorfer Ordnungs- und Ausländeramt. Alles musste er überwinden, als autodidaktischer Koch, als angelernter Betriebswirt und als Lobbyist für japanische Arbeitnehmer in Düsseldorf.

Es gelang. Mit drei Köchen und drei Japanerinnen als Bedienungspersonal arbeitet eine eingespielte japanische Mannschaft für ihre Kunden. Die 36 Tische sind von Montag bis Samstag, mittags und abends besetzt.

Gefühlt speisen dort fast ausschließlich japanische Gäste. Karte, Tafel und Bedienung nur in japanisch. Das ist kein Affront gegen das deutsche Gastland, sondern Konzept: Hausmannskost, nur eben für Japaner. Schwierig aber in der Umsetzung, weil: wie bekomme ich die Visa für japanisches Bedienungspersonal? Die deutschen Gesetze sind, hier hat Tashinari Kaga ein typisch deutsches Wort parat, tumb, und die ausführenden Ämter toppen es.

Und dann das noch: die deutschen Gäste fühlen sich zurückgesetzt. Sein Zugeständnis: er hat jetzt eine Bedienungskraft, die Deutsch lernt. Und deutsche Bezeichnungen sind, in Klammern oder Kleingedrucktem, auch zu lesen. Trotzdem, bei allen Widerständen realisiert er den Traum seiner Frau konsequent weiter: Hausmannskost für Japaner.

Gefragt nach »Kreativität in der Küche« überlegt er nicht lange, »das ist der meist missbrauchte Begriff in der Mainstream Küchen-Diskussion. Ich brauche keine neuen Ideen, ich setze die traditionelle Küche handwerklich zeitgemäß um«. Und dann kam er, ganz der belesene Autodidakt, mit der einfachen Frage zurück »wären die so hoch gelobten deutschen kreativen Köche nicht besser beraten, die alten Kochbücher (zum Beispiel von Davidis-Holle, die Redaktion) handwerklich zeitgemäß umzusetzen als über Regionalität und Authentizität zu schwätzen? Was ist denn seit diesen Kochbüchern wirklich neu?«

Die Kunden des Restaurant Kagaya kümmern sich nicht um derartige Diskussionen. Sie schätzen einfach Kagas Hausmannskost. Es gibt deshalb auch kein äußeres Anzeichen eines Düsseldorfer In-Restaurants. Das sieht man bereits an der Zusammensetzung der Gäste, Nicht nur Nadelstreifen und Krawatte, sondern Mann, Mütter und Kinder, vor allem an Wochenenden, besetzen die Plätze. An Samstagen kommen sie nicht nur aus Düsseldorf. Bis nach Holland und Belgien hat sich die Hausmannskost des Kagaya rumgesprochen. Dann versammelt sich im Kagaya eine große internationale japanische Familie.

Zu ihr gehören auch die sportlich aktiven japanischen Fußballspieler, vor allem Bundesliga, mit ihren Familien und Freunden: Atsuto Uchida, Tomoaki Makino, Shinji Kagawa. Yuki Otsu oder Justin Toshiki Kinjo. Sie alle kennen das Kagaya. Egal, ob sie in Köln, Schalke, Dortmund, Venlo oder Düsseldorf kicken. Bei Tashinari Kaga schauen sie nicht nur gerne vorbei, hier fühlen sie sich auch zuhause.

Mit seinem Konzept benötigt das Kagaya keine Werbung, die Mundpropaganda reicht. Tashinari Kaga war auch skeptisch, mit QuartierM über einen redaktionellen Artikel zusprechen. Er kennt die Düsseldorfer. »Nicht, dass ich dann zur Schau gestellt werde!« war zunächst sein Einwand. Dann fand er es aber in Ordnung, den Menschen im Quartier seine Geschichte zu erzählen.

Ein zweites Restaurant wird Tashinari Kaga nicht aufmachen. Das würde ihn davon abhalten, sich voll auf das Kagaya zu konzentrieren. Als Ausgleich zum täglichen Stress und als Hobby betreibt er Kendo. Die japanische Kampfsportart, durch welche die Übenden vor allem Charakterfestigkeit, Entschlossenheit und moralische Stärke erlangen.

Gefragt, in welche Restaurants er selbst geht, nennt er das Big Tuna seines Freundes Hiroki Sugimoto. Denn ab und zu lohnt sich auch mal Sashimi. Und auch bei Schumachers Brauereiausschank, gleich um die Ecke, findet er es gemütlich, bei einer Haxe und Altbier.

 Tashinari Kaga
Kagaya-Speisenkarte: nicht nur in Deutsch, sondern bebildert. Versteht jeder!

 Japanisch essen wie bei Muttern, gut und günstig.

Kagaya
Charlottenstraße 60
40210 Düsseldorf
Telefon: 0211 83025019
Mo–Sa 12:00–14:00, 18:00–22:00

07.07.07 oder Japanische Hausmannskost